KREISJUGEND

 MUSIKKAPELLE

 BIBERACH

Frühjahrskonzert 2015

"Toll ist das richtige Wort"

Kreisjugendmusikkapelle präsentiert Musik auf höchstem Niveau

Ein grandioses Konzert hat die Kreisjugendmusikkapelle (KJK) Biberach am Samstagabend in der Mühlbachhalle in Schemmerhofen gegeben. Mit sinfonischer Blasmusik auf höchstem Niveau begeisterte das Auswahlorchester des Landkreises die rund 750 Konzertbesucher. Der letzte Schliff wurde den Musikern an fünf Probentagen in Hirschegg im Kleinwalsertal verpasst.

Den Konzertreigen eröffnete die KJK unter Leitung von Musikdirektor Tobias Zinser mit „Morgenlied und Aufzug der Heere“ aus Richard Wagners Oper Lohengrin. Bei dem aus der Romantik stammenden Werk zeigten die etwa 90 Musiker gleich am Anfang, welche Qualität und Klangvielfalt in diesem jungen Orchester steckt. Die Anfangssignale der Trompeten werden von verschiedenen Registern aufgenommen und steigerten sich am Ende mit Wagners unverkennbarem Klangbild zum pompösen Aufzug der Heere. Melancholisch und schwermütig erklang im zweiten Satz der „Armenischen Tänze“ das Lied „Komm Wind“ von ausdruckstark aufspielenden Holzbläsern. Energiegeladen und tänzerisch dann die Musik beim dritten Satz „Kooshmar“. Ein fröhlicher Tanz bei einer armenischen Hochzeit. Zinser animierte seine Musiker zum Spiel vom feinfühligen Pianissimo bis zum gewaltigen, erregenden Forte. Furios erklangen technisch virtuose Kapriolen vom Holz im Wechsel mit den Blechbläsern. Dazwischen klangvolle Hörner, die ihre Intervalle tonsicher und präzise setzten.

Mit gekonnten Soli und wohlklingenden Akkorden ging das Orchester das Konzertwerk „Tulsa“ an. Nach einem aufregenden Zwischenteil mit virtuosen Phrasen endete das großartige Stück mit einer ausgelassenen Parade im Marschrhythmus.

Die Vielseitigkeit und Klasse demonstrierte das Höchststufenorchester auch bei „Riverdance“, „Olympica“, „Paidushko“ und der „Star Wars Saga“. Großen Gefallen fand der Konzertwalzer „Wein, Weib und Gesang“ beim Publikum. Wie auf Knopfdruck verstanden es die Musiker, auf diese feinfühlige Musikrichtung umzuschalten.

Nach dem Marsch „Abschied der Slawin“ ergriff Bürgermeister Mario Glaser, als Stellvertreter des Landrats, das Wort. „Die KJK hat uns heute mit einer überwältigenden Klangfülle und großartiger Perfektion die Kraft und den Zauber der Musik verdeutlicht“, schwärmte der Bürgermeister. Es war sinfonische Blasmusik auf höchstem Niveau.

Großes Lob für Zinser

Für die Musiker der KJK lobten Nadine Wiedergrün und Carina Kienle ihren Orchesterleiter und übergaben zum Dank ein Geschenk. Tobias Zinser schaffe es, die Musiker als Freunde in eine musikalische Familie zusammenzuführen. Kein Musiker könne sich vorstellen, wie die KJK ohne Zinser funktionieren könnte.

Sichtlich zufrieden war Dirigent Tobias Zinser mit seinen Musikern. Er dankte für die Geduld bei der Vorbereitung und für ein gelungenes Konzert. An Altlandrat Wilfried Steuer gerichtet sagte Zinser: „Die Initiative zur Gründung der KJK war Ihre beste Tat – natürlich neben vielen anderen.“ Steuer durfte dafür den Biberacher Kreismarsch dirigieren.

„Toll ist für dieses Konzert das richtige Wort“, sagte Landesmusikdirektor Bruno Seitz. „Mich begeistert es immer wieder, wenn junge Leute so hervorragend musizieren. Bei sinfonischer Blasmusik gibt es das öfters. Dass man aber einen Konzertwalzer so schön spielt ist eher selten. Meine Hochachtung.“.

„Es war ein schönes Konzert mit einem sehr schweren Programm“, lobte auch Kreisdirigent Bernd Biffar. „Die durchweg sehr guten Musiker sind dem Stab des Dirigenten wachsam gefolgt und haben die Tempi präzise aufgenommen und umgesetzt. Stilistik wurde auf höchstem Niveau geboten.“

Bericht Schwäbische Zeitung: 13.04.2015