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11
Nov
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Beeindruckend und bewegend: Benefizkonzert der Kreisjugendmusikkapelle | |
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Blasorchester, Chor und Orgel – jedes dieser Klangelemente braucht Luft zur Tonerzeugung und jedes davon klingt besonders schön in einer Kirche. Die Kreisjugendmusikkapelle Biberach (KJK) hat bei ihrem Benefizkonzert am Sonntag, den 6. November alle drei miteinander verbunden und den zahlreich erschienenen Zuhörern ein eindrucksvolles und berührendes Musikerlebnis geboten. In der voll besetzten Pfarrkirche St. Johannes Evangelist in Ummendorf bewies das Jugendauswahlorchester der Musikvereine aus dem Landkreis Biberach erneut sein bemerkenswert hohes musikalisches Niveau. Musikdirektor Tobias Zinser hatte ein Programm mit sakralen Werken zusammengestellt, in denen die Klangfarben eines Blasorchesters in allen Facetten erstrahlten. Die atemberaubende Bläserbearbeitung von Johann Sebastian Bachs „Toccata & Fuge in D“ eröffnete das feierliche Kirchenkonzert. Die Kreisjugendmusikkapelle meisterte dieses technisch sehr anspruchsvolle Werk mit beeindruckender Präzision, ausdrucksstarker Musikalität und sauberer Intonation und machte so gleich zu Beginn deutlich, welcher musikalische Genuss die Zuhörer erwarteten sollte. Die getragene „Trauermusik“ von Edvard Grieg leitete über zu einem weiteren Höhepunkt des Konzertes, dem Meisterwerk „Praise Jerusalem!“ von Alfred Reed. In den Variationen über ein armenisches Kirchenlied aus dem 7. Jahrhundert präsentierte die KJK die klangliche Vielfalt eines Blasorchesters, von zarten Soli der Holzbläser und technisch höchst anspruchsvolle Passagen über einen erhabenen Blechbläserchoral bis hin zum überwältigenden Gesamtklang von 80 motivierten jungen Musikern. Bei der Uraufführung der von Siegmund Goldhammer erstellten Bläserfassung von Johannes Brahms’ „Begräbnisgesang op. 13“ sang der eigens zusammengestellte Chor der KJK den Vokalpart des ergreifenden Werkes und auch beim filigranen „Agnus dei" aus der „Missa Lyrica“ des tschechischen Komponisten Pavel Staněk kam das Gesangsensemble zum Einsatz. Überwältigende Bläserklänge boten sich dem Publikum bei „In einem anderen Licht“ des amerikanischen Komponisten Stephen Melillo, den eine langjährige Freundschaft mit der KJK und Tobias Zinser verbindet. Melillo beschreibt in seinem musikalischen Gebet, wie sehr unsere alltäglichen Entscheidungen und die Begegnungen mit anderen Menschen unser Leben prägen; er widmete es dem Musikverleger Siegfried Rundel aus Rot an der Rot. Mit „Alleluia! Laudamus Te“ von Alfred Reed und dem berühmten Finale aus der Sinfonie Nr. 3 von Camille Saint-Saëns, der sogenannten „Orgelsinfonie“, erfüllte die Kreisjugendmusikkapelle die Pfarrkirche St. Johannes zum Abschluss des rundum gelungenen Konzertes mit der imposanten Klangkombination von Blasorchester und Orgel, gespielt von Dr. Ludwig Kibler. Spätestens dann sollte sich wohl bei allen Zuhörern Gänsehaut bemerkbar gemacht haben, was sich auch in dem begeisterten Schlussapplaus widerspiegelte. Tobias Zinser und seine Musiker nahmen diesen verdienten Lohn für ihre außerordentliche Leistung strahlend in Empfang und entließen ihr Publikum mit den sanften Klängen der bewegenden Choräle „Wachet Auf! Ruft uns die Stimme“ und „Bist du bei mir“ von Johann Sebastian Bach in den herbstlichen Sonntag Abend. |
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02
Nov
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Einladung | |
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Programm Johann Sebastian Bach (1685-1750) Die KJK freut sich auf das Konzert und viele Besucher!!! |
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16
Mai
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Konzertbericht Jahreskonzert 2011 | |
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Intensives Musik-Erleben auf höchstem Niveau Kreisjugendmusikkapelle Biberach begeisterte beim Frühjahrskonzert Bei ihrem Frühjahrskonzert am 30. April in der voll besetzen Festhalle Mittelbiberach bestätigte die Kreisjugendmusikkapelle Biberach (KJK), in der die besten Jugendlichen der Musikvereine aus dem Blasmusik-Kreisverband Biberach gemeinsam musizieren, einmal mehr ihr Dasein als Aushängeschild des Landkreises. Musikdirektor Tobias Zinser hatte ein Programm zusammengestellt, das sowohl das außergewöhnlich hohe musikalische Niveau seines Orchesters herausstellte als auch für die Zuhörer ein beeindruckendes und zugleich hörgefälliges Klangereignis bot. Schon beim Eröffnungsstück, der Ouvertüre zur Oper „Ruslan und Ludmilla“ von Mikhail Glinka, geriet das Publikum in den Sog der enormen Spielfreude, die die KJK auf der Bühne ausstrahlt und deren Intensität sich während des Konzertes immer mehr steigerte. Zinser und seine Musiker vermittelten bei jedem Stück die passende Atmosphäre, ob bei der gefühlvollen schottisch-inspirierten Ballade „Huntingtower“ von Ottorino Respighi, Philip Sparkes düsterer Vertonung einer Sage in „The Sunken Village“ oder der vor Lebensfreude und Frühlingsgefühlen geradezu überquellenden Ouvertüre „The Hounds of Spring“ von Alfred Reed. Jede Nuance der einzelnen Kompositionen wurde nicht nur gespielt, sondern erlebt. Dieses Musik-Erleben setzte sich im zweiten Konzertteil fort, der mit einer Uraufführung begann. Komponist, Arrangeur und Musikverleger Siegfried Rundel bearbeitete als eines der letzten Werke vor seinem Tod im April 2009 die Ouvertüre zur Oper „Der Zigeunerbaron“ von Johann Strauss (Sohn). Diese Blasorchesterfassung wurde von der KJK nun erstmals aufgeführt. Dabei zeigte sich nicht nur Rundels Können, die Tonsprache des Originalkomponisten optimal auf die Gegebenheiten eines Blasorchesters umzulegen, sondern auch die bemerkenswerte Fähigkeit von Tobias Zinser und seiner KJK, die Musik dieser Epoche und ihrem Stil entsprechend zu interpretieren. Orientalische Klangfarben und Rhythmen bot anschließend die mitreißende „Arabesque“ von Samuel Hazo. Eine wieder andere Farbenwelt erwartete die Zuhörer bei der bunten Collage aus Melodien des Filmes „The Wizard of Oz“ von James Barnes. In Naohiro Iwais „Jungle Fantasy“ leiteten Affengebrüll, Vogelgezwitscher und Elefantentröten von der mysteriösen Einleitung über zu treibenden Rhythmen, bei denen vor allem die Schlagzeuger, passend verkleidet mit Blumenketten, Safari-Hüten und Sonnebrillen ein optisch und akustisch denkwürdiges Registersolo darboten. Beim „Tuba Tiger Rag“, einem humorvoll arrangierten Dixieland-Klassiker, konnte dann ein Register seine Solistenqualitäten zeigen, das ansonsten eher im Hintergrund bleibt. Die vier Tubisten genossen ihren glanzvollen Auftritt mit Zylinderhut sichtlich und bewiesen die virtuosen Möglichkeiten der Tuba. Den Abschluss des vielseitigen Programms bildete der Konzertmarsch „Das Abzeichen“ von Stefan Marinoff. Nach Dankworten von Landrat Dr. Heiko Schmid, den Vertreterinnen der KJK und von Tobias Zinser folgten als Zugaben das berühmte „We are the World“ von Michael Jackson und der Marsch „Attila“ von Julius Fucik, bevor Zinser dem Landrat den Taktstock für den Biberacher Kreismarsch überließ, mit dem das beeindruckende Konzerterlebnis das traditionelle Ende fand. Beeindruckend war auch Zinsers souveränes und professionelles Dirigat. Hochkonzentriert, ohne eine Spur der Selbstdarstellung entlockte er dem 87-köpfigen Orchester ein ungemein breites Klangspektrum, von hauchzarten Pianopassagen bis zu voluminösen Klangausbrüchen. Die Augen der Musiker hingen an ihrem musikalischen Leiter und jede noch so kleine Bewegung, jeder Blick, jeder Gesichtsausdruck wurde sofort in der Musik umgesetzt, jedes Genre stilgerecht und angemessen interpretiert. Die KJK bewies bei ihrem Konzert, dass ihre herausragende Qualität nicht nur in ihrem hohen musikalischen Anspruch begründet ist, sondern auch in einem starken Gemeinschaftsgefühl und der Bündelung vieler individueller Eigenschaften zu einem großen Gesamtgefüge. Damit ist die Kreisjugendmusikkapelle des Landkreises Biberach auf allen Ebenen ein Musterbeispiel für eine gute und erfolgreiche Orchesterarbeit. Claudia Braun |
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